Infrastruktur und Gewerbe

Die Wiederbelebung der früheren Römerstraße als Kaiser- oder Pariserstraße im Jahr 1811 war die erste von mehreren Maßnahmen, die Wahlheim und die anderen Gemeinden des Kettenheimer Grundes mit der „großen Welt" verbanden.

1871-72 erhielt es im Zuge des Baus der Donnersbergbahn zwischen Alzey und Kirchheimbolanden einen eigenen Bahnhof, der fast 100 Jahre in Betrieb war. Nach seiner Stilllegung für den Personenverkehr im Jahr 1951 wurde der Betrieb 1999 wiederaufgenommen und wird heute vor allem für den Schülerverkehr nach Alzey und von Berufspendlern in das Rhein-Main-Gebiet genutzt. Die Anbindung an die A 63 hatte 1981 bereits die Verkehrssituation im Kettenheimer Grund wesentlich verbessert.

Im Ort sind nur wenige Gewerbebetriebe ansässig. Die Zahl der landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe hat sich auf einen Ackerbaubetrieb, zwei Weinbaubetriebe und drei Gemischtbetriebe reduziert. Neben Zuckerrüben, Getreide und Raps wird auf ca. 50 ha Wein in der Einzellage „Wahlheimer Schelmen" angebaut. Die fünf Mühlen am Weidasserbach (Schleifmühle, Seilermühle, Ölmühle, Kellermühle und Sandmühle) sind schon seit mehr als einem halben Jahrhundert außer Betrieb.

Wie in vielen kleinen Gemeinden im Alzeyer Land mit geringen Gewerbesteuereinnahmen sind die Mittel für größere Investitionen sehr beschränkt, auch weil die Gemeinde den Straßenbau und den Bau der Kindertagesstätte (1994) mit einer Krippengruppe (seit 2010) mit den Nachbargemeinden weitgehend aus den damals noch vorhandenen Eigenmitteln und über Kredite finanzieren musste. Kleinere Maßnahmen wie die Restaurierung des 20-röhrigen Blicken- oder Brückenbrunnens (1992) wurden noch vor dem Kanal- und Straßenbau (2008 abgeschlossen) durchgeführt.

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